Wholesale auf Shopify Plus: Setup & Best Practices

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Jacques Blom
Jacques Blom
CTO bei Fudge.

Das Wichtigste in Kürze

  • Shopify Plus bietet seit 2023 native B2B-Funktionen – Accounts auf Unternehmensebene, kundenspezifische Preise, Zahlungsziele und B2B-spezifische Storefronts.
  • Für Stores unterhalb von Plus ist B2B über Apps möglich (Wholesale Club, Sparklayer, BSS Commerce), allerdings mit Einschränkungen. Wholesale im mittleren Segment ist ein starkes Argument, rechtzeitig über Plus nachzudenken.
  • Der größte Fehler: einen separaten Wholesale-Store aufzubauen. Das native B2B in Plus ermöglicht es einem einzigen Shopify-Store, sowohl DTC als auch B2B abzuwickeln, ohne Produktdaten duplizieren zu müssen.
  • B2B-Käufer erwarten Mindestbestellmengen, Mengenrabatte, Zahlungsziele (z. B. Netto 30 oder 60 Tage) und das Hochladen von Purchase Orders (POs). Baue deinen Store für diese Erwartungen.

Dieser Guide erklärt die Einrichtung von Großhandel (Wholesale) in Shopify Plus. Für Non-Plus-Stores nennen wir praktische Alternativen.

Warum du uns vertrauen kannst

Über 15 Jahre Entwicklererfahrung, vier Jahre bei Shopify mit mehreren B2B/Wholesale-Setups in verschiedenen Kategorien.


Natives Shopify Plus B2B

Der aktuelle Stand von nativem B2B auf Plus:

Dies deckt die meisten B2B-Anwendungsfälle nativ ab. Apps füllen die verbleibenden Lücken.

Natives B2B auf Plus einrichten

Schritt 1: B2B im Shopify-Adminbereich aktivieren

Einstellungen → Kunden → B2B aktivieren. (Nur für Plus-Shops; falls du das nicht siehst, kontaktiere den Plus-Support.)

Schritt 2: Unternehmen und Kunden-Accounts erstellen

Für jeden B2B-Kunden:

  1. Erstelle das Unternehmen.
  2. Füge den oder die Kunden als Nutzer des Unternehmens hinzu.
  3. Lege die Kundengruppe, Preisregeln und Zahlungsbedingungen des Unternehmens fest.

Schritt 3: Kataloge und Preise einrichten

Schritt 4: Die B2B-Storefront einrichten

Schritt 5: Checkout konfigurieren

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B2B-Lösungen ohne Plus

Für Shops unterhalb von Plus, die Wholesale benötigen, hier die praktischen Optionen:

Die ehrliche Antwort: Wenn der B2B-Umsatz signifikant ist (>10 % des Gesamtumsatzes), ist Shopify Plus der richtige Weg. Apps füllen Lücken, aber das native B2B auf Plus ist wesentlich besser als jedes App-basierte Setup.

Best Practices für den Betrieb

Mindestbestellmengen (MOQs)

B2B-Kunden erwarten MOQs. Lege sie pro Produkt oder Produkttyp fest. Unterhalb der MOQ kann der Kunde den Checkout nicht abschließen – er erhält eine entsprechende Nachricht.

Mengenrabatte

Gestaffelte Preise – „Kaufe 50, erhalte 5 % Rabatt; kaufe 100, erhalte 10 % Rabatt“. Fördert größere Bestellungen, eine gängige B2B-Erwartung.

Zahlungsbedingungen

Netto 30 ist der Standard in den meisten B2B-Kategorien. Größere oder langjährige Kunden erhalten vielleicht Netto 60 oder Netto 90. Implementiere dies über die native Zahlungsbedingungen-Funktion von Plus.

PO-Upload und Referenz

Kunden wollen ihrer Bestellung für die eigene Buchhaltung eine Purchase Order (PO) anhängen. Das ist ein natives Feature in Plus B2B.

B2B-spezifischer Katalog

Zeige B2B-Kunden andere Produkte als im DTC-Bereich, wenn sich dein Sortiment unterscheidet. Üblich in der Modebranche (SKUs nur für Wholesale) und bei Lebensmitteln (andere Verpackungsgrößen).

Bestelllimits und Freigaben

Für Unternehmen mit mehreren Käufer-Nutzern kannst du Bestelllimits pro Nutzer festlegen (Bestellungen über dem Limit müssen von einem Admin freigegeben werden). Nützlich für große B2B-Kunden.

Was du vermeiden solltest

Für einen breiteren Kontext siehe das Shopify Multi-Currency Setup und das Shopify E-Commerce Glossar.


FAQ

Ist Shopify Plus für B2B-Wholesale zwingend erforderlich?

Nicht unbedingt – Apps wie Wholesale Club, Sparklayer und BSS Commerce ermöglichen B2B auch im Standard-Shopify. Aber das native B2B von Plus ist wesentlich besser. Wenn B2B mehr als 10 % deines Umsatzes ausmacht, ist Plus meistens die richtige Entscheidung.

Kann ich DTC und B2B über denselben Shopify-Store laufen lassen?

Ja. Das native B2B von Plus ist genau darauf ausgelegt – ein Store, beide Kundentypen, getrennte Preis- und Kataloglogik.

Wie geht Shopify B2B mit Zahlungszielen um (Netto 30, Netto 60)?

Nativ auf Plus, pro Kunde oder pro Unternehmen. Du legst das Zahlungsziel fest, der Kunde kann ohne sofortige Zahlung zur Kasse gehen, und du stellst später die Rechnung.

Müssen sich B2B-Kunden einloggen, um Großhandelspreise zu sehen?

Ja – so identifiziert das System sie. B2B-Preise gelten auf Account-Ebene und werden nur eingeloggten B2B-Kunden angezeigt.

Können B2B-Kunden Purchase Orders (POs) bei Shopify hochladen?

Ja, nativ auf Plus. Die PO wird der Bestellung angehängt und ist für dich im Adminbereich sichtbar.

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