Shopify Flow KI-Assistent Prompts: Ein praktischer Guide (2026)

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Jacques Blom
Jacques Blom
CTO bei Fudge.

Key Takeaways

  • Der KI-Assistent von Shopify Flow ist Sidekick und wird direkt in Flow verwendet – eingeführt im Dezember 2025. Du beschreibst eine Automatisierung in einfachen Worten, und er erstellt den Trigger, die Bedingungen und Aktionen für dich.
  • Der wichtigste Faktor für ein gutes Ergebnis ist ein spezifischer Prompt. “VIP-Kunden taggen” liefert einen vagen Workflow. “Kunden als VIP taggen, wenn sie eine Bestellung über 200 € aufgeben” liefert einen, der funktioniert.
  • Er ist am stärksten bei Tagging, Segmenten, Benachrichtigungen, Inventar-Warnungen und geplanten Berichten. Bei komplexer Logik mit mehreren Zweigen (Multi-Branch) und Aktionen, die stark auf Liquid basieren, hat er noch Schwierigkeiten.
  • Workflows werden als Entwurf in den Editor geladen, damit du sie überprüfen kannst – nichts wird ausgeführt, bevor du auf “Aktivieren” klickst.
  • Für Änderungen außerhalb des Aufgabenbereichs von Flow (Theme-Bearbeitungen, Landingpages, Quizze) nutzt du am besten Fudge – der KI-Assistent kann deine Storefront nicht bearbeiten.

Der KI-Assistent von Shopify Flow nimmt der Lernkurve von Flow ihren steilsten Teil: das Auswendigkennen der Namen von Triggern, Bedingungen und Aktionen und wie man sie miteinander verknüpft. Du beschreibst einfach das gewünschte Ergebnis und der Workflow wird für dich entworfen.

Dies ist eine praktische Prompt-Referenz – kopiere einfach einen davon in das Sidekick-Panel von Flow und passe ihn an deinen Store an. Die folgenden Prompts nutzen wir selbst und es sind Muster, die für die Händler, die wir unterstützen, durchgehend gut funktionieren.

Warum du uns vertrauen kannst

Wir sind seit vier Jahren im Shopify-Ökosystem und haben Fudge entwickelt – einen KI-Storefront-Editor, der von hunderten Shopify-Händlern genutzt wird. Wir arbeiten regelmäßig mit Händlern an Flow-Setups und haben diese Prompts in aktiven Stores intensiv getestet.


Was ist der KI-Assistent von Shopify Flow?

Shopify Flow ist das native Automatisierungs-Tool von Shopify – wenn X passiert, mache Y. Der KI-Assistent ist Sidekick, auf den man direkt in Flow zugreift. Er ist seit Dezember 2025 allgemein verfügbar1 und wurde Anfang 2026 zusammen mit dem neuen vertikalen Layout von Flow und dem sicheren Preview-Testing erweitert2.

Wo du ihn findest: Öffne deinen Shopify-Adminbereich → Apps → Flow → klicke auf das Sidekick-Icon im Workflow-Editor. Du kannst einen Workflow auch von überall im Adminbereich aus im Sidekick-Panel beschreiben, die Anfrage wird dann an Flow weitergeleitet.

Was er tut: Er nimmt eine Beschreibung in ganz normalen Worten und entwirft einen kompletten Workflow – Trigger, Bedingungen, Aktionen – direkt im Flow-Editor. Du überprüfst ihn, passt ihn an und klickst auf Aktivieren.

Was er nicht tut: Irgendetwas automatisch ausführen. Workflows erfordern immer eine manuelle Aktivierung. Außerdem kommt er mit tiefgreifender Multi-Branch-Logik (viele Wenn-Dann-Abzweigungen) nicht gut klar; rechne damit, diese von Hand verfeinern zu müssen.


Aufbau eines guten Prompts

Das Muster, das am besten funktioniert:

Trigger (Auslöser: was den Workflow startet) + Condition (Bedingung: die Regel, die filtert, wann er ausgeführt wird) + Action (Aktion: was passieren soll).

Schwach: “VIP-Kunden taggen.”

Stark: “Wenn ein Kunde eine Bestellung über 200 € aufgibt, tagge ihn als VIP.”

Die starke Version benennt den Trigger (Bestellung aufgegeben), die Bedingung (200 €) und die Aktion (VIP-Tag anwenden). Bei der schwachen Version zwingst du Sidekick dazu, bei allen dreien zu raten.

Wenn du eine Ausnahme oder einen Folgeschritt hast, hänge ihn einfach als weiteren Satz an: “Sende mir dann eine Slack-Benachrichtigung mit dem Kundennamen und der Bestellsumme.” Sidekick kommt mit zusammengesetzten Prompts sehr gut zurecht, solange jeder Teilsatz eindeutig ist.


Customer Tagging

Das Taggen von Kunden ist der stärkste Use Case für Sidekick in Flow – kaum Spielraum für Mehrdeutigkeit, gut unterstützte Trigger und Aktionen.


Kundensegmente

Segmente funktionieren genauso wie Tagging, nutzen aber bedingte Filter, die Sidekick für dich zusammenstellen kann.


Order Tagging

Tagge die Bestellung und nicht den Kunden, wenn sich die Eigenschaft direkt auf diese spezifische Transaktion bezieht.

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Inventar-Warnungen und Bestandsverwaltung

Sidekick verwaltet Warnungen für geringen Bestand (Low Stock) und Ausverkäufe absolut sauber.


Betrug und Risiko

Nutze den integrierten Risk Score von Shopify in Kombination mit deinen eigenen Grenzwerten. Sag Sidekick explizit, was mit markierten Bestellungen passieren soll.


Benachrichtigungen und Alerts

Interne Warnungen per E-Mail, Slack oder an Task-Management-Tools. Halte das Nachrichtenformat eindeutig, damit du keine kryptischen Benachrichtigungen erhältst.


Geplante und zeitbasierte Workflows

Verwende den Zeitplan-Trigger (Scheduled) für wiederkehrende Zusammenfassungen.


Post-Purchase und Kundenbindung

Das meiste hiervon setzt ein integriertes E-Mail-Tool voraus (Klaviyo, Shopify Email, Omnisend). Sidekick liest die verfügbaren Aktionen der App-Integration automatisch aus.


B2B und Wholesale

Sidekick erkennt die B2B-Objekte von Shopify (Unternehmen, Standorte, Zahlungsbedingungen) und kann diese in Workflows verarbeiten.


Fulfillment


Tipps für bessere Ergebnisse

1. Benenne den Trigger als Ereignis (Verb), nicht als Zustand. “Wenn ein Kunde eine Bestellung über 200 € aufgibt” funktioniert. “Kunden, die viel ausgeben” nicht – hier gibt es kein Ereignis, in das Sidekick sich einhaken könnte.

2. Schreibe deine Tag-Werte exakt aus. Verwende vip (kleingeschrieben, ohne Leerzeichen) oder VIP-2026 (immer konsistent bleiben!). Wenn du in verschiedenen Prompts zwischen VIP und vip wechselst, behandelt Flow sie als unterschiedliche Tags. Sag Sidekick genau, wie der String lautet: “Tagge den Kunden mit vip (alles kleingeschrieben)”.

3. Gib den genauen E-Mail-Empfänger oder Slack-Channel an. Ein “Sende mir eine E-Mail” zwingt Sidekick zum Raten. Nenn ihm direkt ops@meinshop.de oder #alerts.

4. Iteriere in Flow, nicht im Chat. Wenn der Workflow-Entwurf im Editor geöffnet wird, klicke in die einzelnen Knotenpunkte (Nodes) und passe sie manuell an. Sidekick zu bitten, “es besser zu machen”, bringt selten das gewünschte Ergebnis – die spezifische Bedingung selbst zu bearbeiten, geht deutlich schneller.

5. Nutze die Preview-Funktion vor dem Aktivieren. Der Preview-Modus von Flow führt den Workflow mit Beispieldaten aus, ohne deinen Live-Store zu beeinträchtigen2. Teste Tagging- oder Fulfillment-Workflows immer per Vorschau – ein falsch gesetzter Tag ist halb so wild, alle Bestellungen aber unabsichtlich zu pausieren, hat ganz andere Auswirkungen.

6. Speichere gängige Muster als Sidekick Skills ab. Wenn du dieselbe Art von Prompt immer wieder eintippst (z. B. Tagging für bestimmte Collections, wöchentliche Reports), speichere ihn als Sidekick Skill, damit du ihn mit einem Klick neu ausführen kannst.

7. Baue einen Workflow pro Aufgabe. Ein einziger riesiger Workflow, der taggt, E-Mails verschickt, pausiert und benachrichtigt, ist oft sehr fehleranfällig. Besser ist es, ihn in drei kleinere Workflows aufzuspalten, die jeweils nur eine Aufgabe erledigen – sie sind leichter zu debuggen und Sidekick entwirft sie weitaus zuverlässiger.


Was der KI-Assistent von Flow nicht kann

Komplexe Multi-Branch-Logik. Wenn-Dann-Bäume mit drei oder mehr Abzweigungen oder Workflows, die Daten aus mehreren unterschiedlichen Objekten kombinieren (Bestellungen + Draft Orders + Kundenhistorie) müssen in der Regel manuell nachjustiert werden. Sidekick liefert oft einen Entwurf mit nur einem Basis-Pfad (Single-Branch), den du dann selbst erweitern musst.

Liquid-lastige Aktionen. Wenn eine Aktion individuelles Liquid erfordert (z. B. eine E-Mail mit den verschiedenen Bestellpositionen formatieren oder komplexe Scores berechnen), trifft Sidekick zwar oft die richtige Basisstruktur, aber am Liquid-Code muss meist nachgearbeitet werden.

App-spezifische Aktionen, die du nicht installiert hast. Sidekick sieht nur die Aktionen von Apps, die tatsächlich in deinem Store installiert sind. Bittest du den Assistenten, etwas “an Klaviyo zu senden”, ohne dass Klaviyo im System ist, entsteht ein fehlerhafter Workflow.

Alles, was außerhalb von Flow liegt. Das ist der wichtigste Punkt: Sidekick (und damit der KI-Assistent von Flow insgesamt) kann deine Storefront nicht bearbeiten. Er kann nicht:

Für all diese Dinge benötigst du ein anderes Tool.


Wo Fudge ins Spiel kommt

Der KI-Assistent von Flow kümmert sich um den operativen Teil beim Führen deines Stores – Daten, Tagging, Benachrichtigungen, Fulfillment-Regeln. Fudge widmet sich der Storefront-Seite – also der visuellen Schicht, die die Kunden tatsächlich sehen.

Wo der KI-Assistent von Flow aufhört, macht Fudge weiter. Du beschreibst einfach eine gewünschte Änderung in ganz normalen Worten:

Fudge generiert daraufhin den Code, zeigt dir eine Live-Vorschau in deinem bestehenden Theme an und speichert die Änderungen erst in deinem Store, wenn du sie freigibst. Zusammen mit dem KI-Assistenten von Flow decken diese beiden Tools ziemlich genau das ab, wofür man als Händler KI braucht – und das ganz ohne dass dafür ein Entwickler notwendig wäre.

Mehr dazu: Shopify Sidekick Prompts: The Complete Cheatsheet.

Mehr dazu: Shopify Sidekick Use Cases: What It’s Actually Good At.

Mehr dazu: Shopify Sidekick Limitations.

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Baue die Storefront-Seite deines Shops, indem du sie einfach beschreibst.

Footnotes

  1. Shopify Changelog: Create Flow automations with Sidekick (11. Dezember 2025).

  2. Shopify Blog: How Shopify Flow Automation Got Faster, Safer, and Smarter in 2025. 2